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Geschichte

Aus der Geschichte von Neckarzimmern

Alter Ortskern
Alter Ortskern

Die fruchtbare Flußlandschaft, in der Neckarzimmern liegt, muß schon seit Urzeit besiedelt gewesen sein, denn man fand hier bei Ausgrabungen Waffen und Werkzeuge aus der Stein- und Bronze-Zeit und stieß auf die Fundamente von römischen Bauernhöfen "Villa Rustica". Wachtürme des "Limes" standen auf dem Burgberg und in der Nähe der Gutshöfe. Der Ort ist älter als die Stadt Mannheim und wurde erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters LORSCH im Jahre 773 - zur Zeit Karls des Großen genannt.

Mit der Burg Hornberg, einer der größten und sicher der bedeutendsten des burgenreichen Neckartals, war der Ort durch die Grundherrschaft immer verbunden. Die Burg reicht in ihren Anfängen in das 11.Jahrhundert zurück. Sie hatte fast zwei Dutzend Besitzer, bis sie 1517 durch Kauf in die Hände des berühmten Ritters Götz von Berlichingen gelangte. Hier hauste der Ritter 45 Jahre lang. Auf dem Hornberg hat Götz durch den Pfarrer Georg Gottfried seine Lebenserinnerungen schreiben lassen als eine Art Rechtfertigungsschrift, weil er in die Wirren des Bauernkrieges hineingezogen, eine Zeitlang Anführer der fränkischen Aufständischen war. Götzens Name und seine bekannte "Einladung" waren wohl nicht "weltberühmt" geworden, wären die Lebenserinnerungen nicht im Druck erschienen. So kamen sie in die Hände des jungen Goethe, der daraus sein erstes großes Schauspiel formte.

Götzens Enkel verkauften den Hornberg an einen kurmainzischen Amtmann und von dem kamen Burg und Ländereien an die Familie der Herren von Gemmingen-Hornberg und sind seitdem im Besitz dieses Geschlechts. Der Mantelbau wurde 1932 zur Wohnstätte der Familie ausgebaut und in der überaus gemütlichen Burgschänke ahnt beim Riesling oder beim Burgunder niemand, daß dieses Gebäude einmal ein Pferdestall war.

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Goetz von Berlichingen

Die Zeiten wandeln sich...

Da Götz von Berlichingen schon im Jahre 1520 in Neckarzimmern die Reformation eingeführt hatte, gerieten Burg und Dorf im Dreißigjährigen Krieg nach dem Sieg der Kaiserlichen 1634 bei Nördlingen in große Bedrängnis. Burg und Dorf wurden geplündert und im Jahre 1635 hatten "Hunger, Krieg, Pest und Jammer" dazu geführt, daß das halbe Dorf leer stand. 1263-1330 und von 1338-1803 war das Hochstift Speyer der Lehnsherr über Neckarzimmern und über den Ortsteil Steinbach. 1341 Steinbach-Bischof Gerhard von Speyer (zugleich auch weltlicher Fürst) erhält von Kaiser Ludwig dem Bayern die Erlaubnis, den Ort zu befestigen. Damit erhielt der Hornberg als Schutzbefestigung besondere Bedeutung für das Bistum Speyer.

1688-1689 Besetzung und teilweise Zerstörung der Burg durch die Franzosen. Bis 1803 gehörten Neckarzimmern und Steinbach zur Kurpfalz. Zoll muß wohl in und um Neckarzimmern herum schon immer erhoben worden sein. Ab 1808 führte es aber erst zur Errichtung einer Zollstation in Neckarzimmern (Gasthaus "Zum Schwanen"). Einnehmer und Verwalter war der Bürger und Bäcker Peter Edinger (Behausung geschickt an der Straße gelegen). Unten im Tal gab es vielerlei Änderungen: Die Gutsherrschaft betrieb neben ihrem Rebbau, ihrer Land- und Forstwirtschaft einen Gipsstollen, in dem einige wenige Menschen ihr Brot fanden. 1803 kamen Dorf und Burg zur Markgrafschaft Baden, aus der 1806 das Großherzogtum Baden entstand. 1827 Bau einer Poststraße von Jagstfeld nach Neckarelz. 1878 Eröffnung der Dampf-Kettenschleppschiffahrt auf dem Neckar.

1879 24. Mai - die Bahnlinie der Neckartalbahn von Neckargemünd - Eberbach-Neckarelz nach Jagstfeld wird in Dienst gestellt. (Das Neckartal hatte man, was man heute kaum mehr verstehen kann, bis dato umgangen, weil man hessische Gebiete wie Neckarsteinbach und Hirschhorn nicht erschließen wollte.) 1932-1935 Neckarkanalisation, Bau von Staustufe, Kraftwerk und Schleuse in Neckarzimmern.

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